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Lightweight - Heiss - Cup 2017

Schmeiser siegt im Finale

Fahrer des RSC Kempten gewinnt letztes Rennen um den Lightweight-Heiss-Cup. Teamkollege Tobias Erler bleibt im Gelben Trikot

Was im März in Aichach begann, in Zusmarshausen, Schweinlang, Burggen, Pinswang, Durach und Kempten weitere Etappen erlebte, ging nun am Samstag in Obergünzburg zu Ende: Ein Renntag bei strahlendem Sonnenschein erwartete die 40 Elitefahrer zum Finale der Allgäu-Rennserie um den Lightweight-Heiss-Cup 2017. Die zahlreichen Zuschauer sahen ein packendes Kriterium über 80 Runden und insgesamt 60 Kilometer, an deren Ende Jonas Schmeiser vom RSC Kempten die Nase vorn hatte. Das Gelbe Trikot in der Cupwertung verteidigte Schmeisers Teamkollege Tobias Erler

Es war ein tolles Feld, das beim Obergünzburger Marktfest in die Pedale trat, darunter fünf Teams aus der Rad-Bundesliga und zwei Elite­Teams aus Österreich. Die Besucher an der 750 Meter langen Strecke waren hellauf begeistert über das, was die Fahrer boten. Schon nach der zweiten Runde gab es Ausreißversuche diverser Gruppen. Der spätere Sieger Jonas Schmeiser versuchte es nach einem Drittel der Renndistanz, was auch klappte. Er überrundete das gesamte Feld, womit die   Vorentscheidung über den Tagessieg gefallen war. Tobias Erler gewann die Schlusswertung und holte sich damit Platz drei der Tageswertung hinter dem Württemberger Jannik Steimle vom Österreichischen Profiteam Felbermayer Simplon Wels. Bester Fahrer des Teams Erdgas Schwaben war Raphael Bertschinger als Fünfter.

Kriterium in Obergünzburg, Anale im Lightweight-Heiss-Cup 2017 (60 km):
1. Jonas Schmeiser (RSC Kempten)
2. Jannik Steimle (Weilheim/T. Team Simplon Weis)
3. Tobias Erler (RSC Kempten)
4. Marcel Fischer (Breisach/Racing Students-BL Team)
5. Raphael Bertschinger (Wangen/Erdgas Schwaben)
6. Robert Müller (Forchheim/Herrmann Radteam)
7. Florian Tenbruck (Tübingen Racing Sudents)
8. Patrik Schelling
9. Lukas Meiler (bd. KT Team Vorarlberg)
10.Thomas Lienert (Wangen/Erdgas Schw.), H. Marius Jessenberger,
12. Rainer Rettner (beide RSC Kempten)

Gesamtwertung
1. Tobias Erler
2. Florian Nowak (Oberammergau/Herrmann Radteam)
3. Jonas Schmeiser
4. Jannik Steimle
5. Peter Clauß (Wangen/Erdgas  Schwaben)
6. Marcel Fischer
7. Marius Jessenberger
8. Oliver Mattheis (RSC Kempten)
9.  Hermann Keller (Wangen/Erdgas Schwaben)
10.  Robert Müller
11. Marcel Weber (Ratisbona Regensburg)
12. Yannick Mayer (Augsburg/ Team 0711 Cycling)
13. Rainer Rettner
14. Dennis Classen (Wangen/Erdgas Schwaben)

(Bericht: mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung)

Erler fährt ins gelbe Trikot

Mit dem Sieg beim Kemptener Stadtkriterium übernimmt der Lokalmatador die Führung im Lightweight-Heiss-cup. 

Großen Sport bekamen mehrere Hundert Zuschauer am Samstag beim 2. Kemptener Stadtkriterium zu sehen. Bei den Rennen vor historischer Kulisse im Herzen der Stadt setzten sich die Favoriten durch. Es gab aber auch Überraschungen. Erstmals wurden die beiden Hauptrennen der Jugend und Elitefahrer – gleichzeitig Läufe zur Rennserie um den Lightweight - Heiss- Cup 2017 – durch zwei Einlage-rennen aufgelockert.

Favorit Tobias Erler vom Lightweight-testteam des RSC Auto Brosch Kempten war der stärkste Fahrer im Kriterium der Elitefahrer über 60 Runden. In Runde 25 setzte er sich zusammen mit Alexander Grad (Team Baier Landshut) vom Feld ab. Nachfahrversuche der Konkurrenz wurden von Erlers zahlenmäßig überlegenen Teamkollegen vereitelt. Richtig Stimmung kam auf, als Erler und Grad 13 Run- den vor Schluss das Feld überrundet hatten. Obwohl er mit Runden- und Punktevorsprung nun deutlich in Führung lag, attackierte Erler sechs Runden vor Schluss erneut und gewann in Einzelzeitfahrmanier auch die doppelt zählende letzte Wertung. Dahinter sorgte der Rscsprintzug dafür, dass sich Andreas Mayr die nächsten Punkte holte und Teamkollege Jonas Schmeiser (29) aus Oberstaufen Gesamtrang drei hinter Grad behielt. Mit Andreas Mayr, Rainer Rettner, Steffen Greger und Oliver Mattheis auf den Plätzen sechs, sieben, neun und zehn landeten vier weitere Rscler unter den Top Ten. Durch seinen Sieg übernahm Erler vor dem Schlusslauf am 16. September in Obergünzburg auch die Gesamtführung im Lightweight - Heiss Cup der Elite-fahrer. Beim Ausscheidungsfahren setzte sich mit Oliver Mattheis (22) aus Pfronten ebenfalls einer der Favoriten vom RSC Kempten durch. Er gewann vor Stefan Schäfer aus Cottbus und Tim Schlichenmaier (RSC Kempten). Beim Rundenrekord-fahren dagegen staunten selbst die Radsport-experten über den Sieg des erst 15-jährigen Henri Uhlig (RSC Kelheim). Der dreifache deutsche U17-meister auf der Bahn ließ Andreas Mayr

(33) und Tobias Erler (38) vom RSC Kempten auf der 600-Meterrunde buchstäblich alt aussehen und fuhr in 43:76 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit. Knapper fiel sein Sieg im U17-Rennen über 50 Runden aus. Hier gewann er mit nur einem Punkt Vorsprung auf Marco Brenner (RSG Ansbach). Dritter wurde Ole Kniprath (Team Baier Landshut). Die Gesamtwertung des Lightweight - Heiss - Cups der Klasse U17 entschied Brenner für sich.

Uhligs älterer Bruder Oscar dominierte das U19-kriterium und gewann deutlich vor den beiden Rsc-fahrern Kilian Rietzler (16) aus Sulzberg und Felix Engelhardt (16) aus Senden. Gesamtsieger im Lightweight - Heiss - Cup der Klasse U19 wurde der Augsburger Tim Wollenberg.

(Bericht: mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung)

Die große Jonas Schmeiser Show

Der 29Jährige vom RSC Kempten gewinnt das Rennen um den Duracher Straßenpreis mit großem Vorsprung. Im Lightweiht Heiss Cup verteidigt Florian Nowak das Gelbe Trikot

Jonas Schmeiser war der große Dominator beim Radrennen um den Duracher Straßenpreis. Der 29 Jährige aus Dornbirn/Vorarlberg, der für den RSC Kempten fährt, trat rhythmisch wie ein Uhrwerk, kraftvoll und ausdauernd in die Pedale und hatte nach der Gesamtstrecke von 82,5 Kilometern im Hauptrennen der Profis und Amateure fast das ganze Feld überrundet. Während die ärgsten Verfolger über die Ziellinie sprinteten, nahm Schmeiser schon die ersten Glück wünsche entgegen, plauderte entspannt mit Freunden und Familie. Am Streckenrand rieben sich die Experten der weil verwundert die Augen. Denn einen solch großen Vorsprung im Ziel hatte in der mittlerweile 24 jährigen Historie des Rennens noch kein Teilnehmer heraus gefahren, so früh war noch nie eine Entscheidung über den Sieg gefallen. Aber der Reihe nach.

Durachs Bürgermeister Gerhard Hock, selbst ein passionierter Radfahrer, hatte gerade erst den Startschuss gegeben, da mussten die Sportler bereits ein erstes Mal den Duracher Dorfberg bezwingen, einen knapp ein Kilometer langen Anstieg mit zwölf Prozent Gefälle und etwa 100 Höhenmetern. 15 Mal quälten sie sich an diesem Nachmittag dieses Stück hinauf, an getrieben von Zuschauer rufen und Kuhschellen Geläut. An der Spitze ging von Anfang an die Post ab. Während Bürgermeister Hock noch erzählte, er habe sich im vergangenen Jahr am Tag nach dem Rennen selbst auf die Strecke gewagt, sei aber schon nach kurzer Zeit oben am Dorfberg platt gewesen, rauschte das Hauptfeld ein erstes Mal wie der durch den Start Ziel Bereich – nach nicht ein mal sieben Minuten und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 49 Stundenkilometern.

Nach fünf von ins gesamt 15 Runden hatte sich eine zehn köpfige Führungsgruppe abgesetzt. Mitten drin auch Jonas Schmeiser. Der 29 Jährige setzte wenig später zum entscheidenden Antritt an. Nach sechs Runden hatte er die gesamte Konkurrenz abgehängt, war vorne auf sich allein gestellt. Den Vorsprung baute er auch ohne Unterstützung der Kemptener Teamkollegen kontinuierlich aus. Rennleiter Jürgen Brennauer, Vater der mehrfachen Weltmeisterin und Olympia Teilnehmerin Lisa Brennauer und Rad Abteilungsleiter im TSV Durach, attestierte Schmeiser eine blenden de Form. „Er hat schon in den vergangenen Rennen gezeigt, was er drauf hat. Respekt!“

Nach einer langen, krankheitsbedingten Pause im Frühjahr läuft es bei Schmeiser von Woche zu Woche besser. „Ich habe gewusst, dass ich ganz gut drauf bin. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass ich hier gewinne. Ich war mir während des Rennens auch nicht sicher, ob ich den Vorsprung ins Ziel retten kann“, meinte Schmeiser. Das gelang ihm dann aber ein drucks voll. Scheinbar leicht und locker bezwang er nach fast zwei Stunden auch zum 15. Mal den Dorfberg. „Dieser Anstieg ist der Scharfrichter des Rennens. Wenn man nicht gut in Form ist, braucht man in Durach eigentlich erst gar nicht an zu treten“, meinte der Sieger weiter.

Eigentlich, verriet Schmeiser später, waren die Fahrer des RSC Kempten mit einer ganz anderen Taktik ins Rennen gegangen: Sie wollten Mario Jessenberger zum Sieg verhelfen, der 26 Jährige aus Neu Ulm kam als Dritter ins Ziel. Zweiter wurde Florian Nowak. Der 21 jährige Oberammergauer (Herrmann Radteam) verteidigte damit auch das Gelbe Trikot in der Gesamtwertung der schwäbischen Rennserie um den Lightweight Heiss Cup vor Tobias Erler (37, RSC Kempten). Der kam in Durach als Vierter ins Ziel und bleibt Zweiter in der Cup Wertung.

(Bericht: mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung)

Im Rekordtempo ins Ziel

Jonas Schmeiser entscheidet das Rennen in Pinswang für sich. Das Gelbe Trikot im "Lightweight-Heiss-Cup"  behält aber Florian Nowak

Robert Kappeler dürfte sich gefreut haben, dass er beim jüngsten Pinswanger Straßenradrennen doch noch einmal als Moderator fungierte, obwohl der Nesselwanger diese Tätigkeit nach vielen Jahren "eigentlich schon an den Nagel gehängt" hatte. Lieferten sich die 68 Elitefahrer bei der 24. Auflage des Tiroler Traditionswettbewerbs doch "das schnellste Rennen" überhaupt in der Historie, wie Radsportfachmann Kappeler zusammen mit Rennleiter Klaus Görig schwärmte. Dessen RC Allgäu aus Günzach unterstützte den ausrich­tenden SV Pinswang organisatorisch. Freuen konnte sich am Ende der rund 80 Kilometer aber auch Jonas Schmeiser vom RSC Kempten. Schließlich überquerte er im fünften Lauf der neunteiligen Rennserie um den "Lightweight-Heiss Cup 2017" nach 18 schnellen Runden als Erster die Ziellinie, wodurch er sich den Tagessieg sicherte.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von  49,2 Stundenkilometern verwies Schmeiser dabei mit einer Gesamtzeit von 1:38:20 Stunden Leonardo Sansonetti vom Team Baier Landshut auf den zweiten Platz, nachdem sich die beiden einen packenden Zielsprint geliefert hatten. Dieser setzte dem laut Kappeler "fulminanten Rennen" quasi noch die Krone auf, als Schmeiser und Sansonetti kurz vor Schluss schnurstracks durch das Fahrerhauptfeld fuhren und damit für eine weitere Premiere in der Geschichte des Pinswanger Radrennens sorg­ten. Zum ersten Mal kam es zu einer Überrundung des Hauptfeldes, bevor der drittplatzierte Maximilian Priewich (Team Magnesium Pur ) den fünfköpfigen Rest der Spitzengruppe, die das Rennen knapp 18 Runden lang dominiert hatte, kurz hinter dem Feld ins Ziel anführte.

Vor den nächsten Rennen um den diesjährigen "Lightweight-Heiss Cup" in Durach, Kempten, Obergünzburg und Augsburg bleibt Florian Nowak aus Oberammergau, der in Pinswang nicht mit von der Partie war, damit weiterhin Besitzer des Gelben Trikots des Gesamtführenden. Verfolger Tobias Erler (RSC Kempten) gelang es auf dem etwa 4,5 Kilometer langen, flachen Rundkurs  in  Pinswang  nämlich nicht, unter die ersten Sechs zu fahren. So landete er kurz hinter dem Pfrontener Oliver Mattheis (RSC Kempten) und Patrick Nuber (Team Möbel Ehrmann), die sich als ein zähes Verfolgerduo lange Zeit hartnäckig an die Fersen der Spitzengruppe geheftet hatten, auf Rang zehn des Klassements.

Unter den interessierten Blicken von Olympia-Teilnehmerin Lisa Brennauer (Durach) sowie von den launigen Kommentaren Kappelers und seiner Co-Moderatorin Sigrid Abraham vom SC Pinswang begleitet, hatten die zahlreichen Zuschauer am Rande der Strecke nicht nur "ein außergewöhnlich spannendes Finale" (Kappeler) miterlebt, sondern auch die Entthronung von Vorjahressieger Thomas Liehnert vom Team Erdgas Schwaben. Rasanten Radsport hatten zuvor aber auch die Rennen der Junioren; Jugend- und Hobbyklasse über jeweils sieben Runden geboten.

Bericht von Alexander Berndt

Großes Auftaktrennen der Allgäuer Radrennserie in Aichach

Beim ersten Lauf um den Lightweight Heiss Cup gab es in Aichach großartigen Sport. Bei guten Wetter aber mit Wind gingen in der Hauptklasse 80 Elite Fahrer an den Start. Es musste eine eine schöne wellige Runde um Oberwittelsbach, 7 km lange Rundstrecke 15x durchfahren werden. Veranstalter Radteam Aichach 200 unter Hubert Stöffel hatten einen tollen Renntag mit über 300 Sportler in 7 Rennklassen. Im Elite Rennen waren alle guten Bayerischen Fahrer am Start. Schon nach der 2 Runde bildete sich ein 14 Köpfige Spitzengruppe die sich aus Fahren der Teams: Herrmann Radteam, RSC Kempten, team erdgas schwaben, Sparta  Prag und den Fahrer Fabian Schormair der aus Oberwittelsbach kommt und Profi ist beim Team Lotto Kern Haus die einen Schnitt von über 43 km/h fuhren. In der 9 Runde waren dann nur noch 10 Fahrer in der Spitzengruppe die bis zur letzten Runde gut zusammen blieben. Nach dem Glockenleuten zur letzten Runde zogen Florian Nowak vom Team Herrmann und  Tim Schlichenmaier / RSC Kempten weg.

Kurz vor den Zieleinlauf wurde sie wieder eingeholt aber Florian Nowak zog 100 m vor den Ziel den Sprint an und gewann vor  seinen Mannschaftskollegen Alexander Meier /  Herrmann Radteam und Tim Schlichenmaier / RSC Kempten nach einer Renndistanz von 105 km. Der beste Fahrer von team erdgas schwaben wurde Clauß Peter. Florian Nowak ist damit der Führende im Lightweight Heiss Cup 2017. Nächstes Rennen ist nächsten Sonntag in Zusmarshausen bevor das erste Rennen am Samstag 8.4. im Allgäu ist. Dort wird das Rundstreckenrennen in Schweinlang bei Kraftisried stattfinden.

Bericht von Klaus Görig